18.06.2019 – Tag 5 – Ein weiter Weg bis nach Tofino

Entsprechend dem Hinweis des Campground-Hosts hatte ich meinen Wecker so gestellt, dass ich vor 8 Uhr vom Campground runter war. Um 7:30 Uhr klingelte also mein Handy und ich zog mich an. Auf eine Dusche und Co. verzichtete ich jetzt in dem Moment, nicht nur weil es hier kein fließendes Wasser gab, sondern auch weil ich wusste dass ich erst ab dem Cowichan Lake wieder duschen kann. In den See hüpfen wollte ich nicht. Um 7:45 Uhr schloss ich die Wagentüren, schaute ob alles auf meiner Campsite sauber war und fuhr los. Es sollte ein langer Tag werden bis zu meinem Ziel: Tofino.

Fairy Lake Bonsai Tree

Zunächst kam ich aber nicht weit. Um genauer zu sein eigentlich nur rund 600m. Denn das schönste am Fairy Lake kommt jetzt erst. Natürlich ist der Lake ein schöner Ort um zu campen (wenn da nicht diese Mücken wären) …. aber das Highlight des Fairy Lake ist ein ganz anderes. Von der Straße aus (Pacific Marine Road) kann man nämlich von einer Stelle aus ein wunderbares kleines Geschenk der Natur bestaunen, einen kleinen Baum auf einer ebenso kleinen Felseninsel. 

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Fairy Lake Bonsai Tree

Der Bonsai Tree (auch Lone Tree genannt) im Fairy Lake ist ein ganz ganz toller Fotospot. Rund 20m vom Ufer entfernt steht dieser kleine Baum mitten auf dem Felsen. Unscheinbar, zerbrechlich und dennoch wunderschön. Ich parkte den Wagen, schnappte mir mein Stativ und die Kamera und dann gings los. 

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Fairy Lake Bonsai Tree Closeup

Das Wetter war, wie bereits gestern Abend, eher solala. Etwas neblig in den Bergen, wenig Sonne, tief hängende Wolken. Und dennoch war es peferkt. Großartig erzählen kann ich hier nun nichts – ich lasse einfach die Bilder sprechen. 4 Minuten und etliche Fotos später ging es weiter. Aus Versehen ging mein Auslöser nochmal beim Laufen los als ich den Display-Auslöser berührte und es kam dieses skurrile Foto dabei herum – irgendwie cool.

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Missgeschick, aber in schön. Moderne Kunst.

Auf dem Weg zum Cowichan Lake

Ich hatte die Dusche nun wirklich nötig. Dauerhaft Katzenwäsche ist einfach nur schrecklich. Ich steuerte also direkt den Lakeview Park Campground an. Auf dem Weg zum Cowichan Lake zog sich die Strecke ziemlich in die Länge. 

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Pacific Marine Road – Wald wohin man schaut

Wer glaubt dass der Weg hinauf nach Cowichan Lake toll ist, der wird ein wenig enttäuscht sein. Eine im Grunde 1 1/2 spurige Straße (nicht so breit wie zwei Spuren) führt über knapp 47 Km bis nach Mesachie Lake (ein Örtchen am großen Cowichan Lake). Was man auf dieser Strecke sieht ist hauptsächlich Wald…..viel….Wald. Auf gut deutsch: Abwechslung Fehlanzeige. 

Dafür aber hat man Ruhe. Mir kamen auf der kompletten Strecke lediglich 2 private Autos entgegen und ein Truck der Holzindustrie. Ok, eine Abwechslung gibt es auf der Strecke eindeutig. Jene, die man selbst in sich spürt, denn immer wieder schlägt einem das Gemüt um, von Freude über die tolle Natur hin zu Schrecken auf Grund der etlichen und riesigen Areale in denen Wald gerodet wird. Google Maps zeigt ganz gut die vielen braunen Stellen in den Wäldern. All das sind Rodungs-Gebiete. Die meisten sieht man von der Pacific Marine Road erst gar nicht. 

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Pacific Marine Road – Waldrodung voraus
Pacific Marine Road – Wo überall gerodet wird – Google Maps

Immer wieder, nach jeder längeren Kurve wurde mir immer wieder sehr komisch. Ich bin weiß Gott kein Umweltschützer, Tierschützer etc. Ich bin auch kein Wähler unserer grünen Partei, aber ich sehe die kommerzielle Ausschlachtung an jeglicher Stelle unseres Planeten doch sehr kritisch. Orte an denen es vor etlichen Jahren noch keinen einzigen Menschen gab, wo heute aber nach Holz, Öl, Kohle und besonderen Erden gelächzt wird. Es ist einfach traurig wenn man sowas dann live sieht. 

Auf der gesamten Strecke bis zum Cowichan Lake machte ich satte 4 Fotos. Wow….doch so viel ? Zeigt zum einen dass halt nicht viel außer Wald vorhanden ist… und es zeigt dass ich relativ schnell voran kommen wollte, da ich heute noch einiges (vor allem Wegstrecke) vor mir hatte. 

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Pacific Marine Road – Brücke

Am Lakeview Park Campground konnte ich dann zum Glück meine ersehnte Dusche nehmen. Hiervon gibt es keine Fotos (zum Glück). Ich musste nichts bezahlen fürs duschen. Der junge Mann im Office meinte “das wäre ok”. Ich ließ dennoch in einem Glas 5 Dollar als Spende zurück. Richtig frisch und entspannt ging es nach knapp einer halben Stunde weiter. 

Die nächste alte Bahnstrecke

Von Lake Cowichan (City) und nach dem Auftanken an der sündhaft teuren Tankstelle ging es weiter. Mein Zeitplan war strikt. Erneut hatte ich nun 47 Km vor mir – leider auf einer Route die mich wieder in den Süden führte. Es ging östlich in Richtung Duncan, von dort aus weiter nach Süden in Richtung Cowichan Bay. Duncan an sich war dann doch wieder ein bisschen größer und belebter als die kleinen Ortschaften die ich in den letzten beiden Tagen sah. 

Ein Stück weit fuhr ich wieder auf dem Transcanadian Highway der mich in den Süden durch den Goldstream Provincial Park führen würde, wenn ich denn dort hin wollen würde. Aber ich bog auf Höhe Cowichan Bay rechts ab in den Wald. 

Ich wollte zu einer weiteren großen stillgelegten Eisenbahnbrücke aus alten Tagen, die Kinsol Trestle. Vorab hatte ich mich informiert und wusste dass es zwei Parkplätze gibt. Da ich nicht viel Zeit verlieren wollte, entschied ich mich für den nördlichen Parkplatz, der mich zwar weit und tief in den Wald hineinführte, aber deN Fußweg zur Trestle dann deutlich verkürzte, auf knapp 350m.

Wer von euch weiß was das für schöne Blumen waren, schreibt es bitte mal in die Kommentare. Ich bin eine völlige Pflaume was Botanik und grünen Daumen angeht *schmunzel*

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Wildblumen am Wegrand

Die Kinsol Trestle wurde ab 1911 erbaut, aber erst 1920 fertiggestellt. Der Erste Weltkrieg verzögerte den Bau zwischen 1914 bis 1916. Bis 1979 war die Eisenbahnbrücke in Betrieb und wurde von der Canadian Northern Pacific Railway genutzt. Erst mit der Nicht-Nutzung zerfiel die Brücke mehr und mehr, da auch die Wartungsarbeiten seit 1979 eingestellt wurden. Die einstig prächtige Holzbrücke verkam. Restaurationsarbeiten über viele Jahr hinweg ermöglichten eine Wiedereröffnung der Brücke als Denkmal für Touristen seit 2011. Heute ist die Trestle ein Touristenmagnet und steht für die einstige Ingenieurkunst der Zeit zwischen 1911 und 1920. 

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Kinsol Trestle

Ich vertrieb mir hier ein wenig die Zeit. Setzt mich an die Infotafeln und las ein wenig. Auch auf der Brücke nahm ich einige Minuten Platz und ließ mir die Sonne auf den Pelz scheinen. Aber all zu lang hielt ich mich auch hier nicht an der Trestle auf. Ich hatte leider immer noch einiges auf meinem Plan was mich nicht zum längeren Verweilen animieren konnte. 

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Cowichan Valley Trail – Kinsol Trestle

Ein bunter Zwischenstopp in Chemainus

Eine viertel Stunde hielt ich mich an der Trestle auf. Danach lief ich zum Auto zurück und machte ein kleines Päuschen, denn gegessen hatte ich heute noch nichts. Es war nun bereits 11 Uhr herum und ich gönnte mir dennoch die obligatorische Schüssel Müsli mit Apfelstücken und einem O-Saft…. Ein kleiner Brunch sozusagen. 

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Der Jucy unter hohen Bäumen

 

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Auf dem Weg nach Chemainus – so lässt es sich leben. Wow !

 

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Auf dem Weg nach Chemainus

Erst danach konnte es wieder los gehen. Gestärkt ging es nun wieder in Richtung Norden in den kleinen Ort Chemainus. Für 35 Minuten fuhr ich wieder die selbe Strecke zurück, durch Duncan hindurch und bis in das kleine malerische Touristen-Örtchen. Denn für eines ist Chemainus wirklich berühmt: seine Murals. 

Murals ? Was sind denn bitte Murals ? Murals sind Wandmalereien. Und Chemainus zeigt an unzähligen Häuserwänden in kleinen verwinkelten Gassen die Geschichte des Ortes und die Geschichte von Vancouver Island. Bereits wenn man in den Ort hinein fährt merkt man so ein kleines Kribbeln, denn es ist ein schöner Ort. Ich bog direkt rechts nach dem Ortsschild ab und parkte mein Auto in der Willow Street.

Übersicht im Hauptteil des Ortes – Quelle: https://muraltown.com/map

Man kann gut ohne große Vorbereitung loslaufen, denn auf den Fußgängerwegen sind gelbe Fußabdrücke zur Orientierung aufgemalt. Aber selbst mit diesen kann man sich ganz schön “verlaufen”, denn ab und zu kommt man an einer Stelle vorbei an der man bereits war. Kopfkratzen garantiert…. Ich lief von der Willow Street auf die Victoria Street und dann auf die Hauptstraße. Von dort aus kämpfte ich mich durch die Straßen und kleinen Seitengassen.

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Chemainus – Willow Street

Wie man auf den Fotos sieht war es nun herrliches Wetter. Kein Nebel in Sicht und mir wurde auch recht schnell warm. Rund 50 Minuten lief ich im Örtchen umher und suchte nach den Murals, gönnte mir zwischendurch ein leckeres Eis und lief schleckend durch die Gassen. Am Visitor Center machte ich auch kurz Halt und schaute mir das kleine Museum an. Ein Blick auf die Uhr verriet mir aber, dass ich mich nicht mehr all zu lang hier aufhalten kann.

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Chemainus Visitor Center und Museum

Nach einem kurzen Abstecher zum Kismen Beach Park im älteren Teil von Chemainus machte ich mich auf den Weg, fuhr aber nur rund 6 Km weiter in Richtung Norden, zum Stocking Creek Park.

Der kleine Park liegt zwischen Chemainus und Ladysmith. Hier wollte ich den nächsten Wasserfall fotografieren. Wie immer: Rucksack, Stativ und Kamera geschnappt und los ging es. ABER ich mache es an der Stelle kurz. Außer einem tollen und kurzen Hike in diesem Waldgebiet gab es nichts, denn der Wasserfall war nur ein Rinnsal, mir schien voll die Sonne entgegen und vom letzten Winter lag ein großer Baum direkt vor dem Wasserfall. Also relativ umsonst hier her gelaufen. Ok, Bewegung tut gut. Ein wenig betröppelt lief ich zum Auto zurück. Eigentlich hätte das so wie auf der Tafel am Parkplatz aussehen sollen:

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Stocking Creek Park – Trailhead

Cathedral Grove

Nun ging es aber schnurstracks in Richtung Tofino, wenn auch mit einigen kleinen Zwischenstopps. Es hieß nun aber zunächst 91 Km zu bewältigen. Aus Ladysmith ging es über die Großstadt Nanaimo, über Qualicum Bay in Richtung Port Alberni. Port Alberni wäre dann die letzte “Stadt” vor Tofino. Nach den 91 Km kam ich aber noch lang nicht in Tofino oder Port Alberni an. Es hieß zunächst “welcome to the jungle”. 

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Cathedral Grove – Trailhead

Mit dem MacMillan Provincial Park, auch bekannt unter dem Namen “Cathedral Grove”, gibt es kurz vor Port Alberni einen wahren Blockbuster, den ich natürlich besuchen musste. Dass ich hier nicht allein sein würde, wie es in der Avatar Grove der Fall war, war mir bereits vorher bewusst. Dass es aber derart voll werden würde, hätte ich nun auch nicht erwartet. Allein einen Parkplatz zu finden war mit etwas Warten verbunden. 

Die Grove ist 1947 ins Leben gerufen worden und steht seither unter Schutz. Sie liegt direkt an der Straße des Alberni Highway, die Parkplätze sind bereits aus ein wenig Entfernung deutlich erkennbar. Wie gesagt, es war auch richtig viel los. Bis 2007 umfasste der Park rund 154 Hektar, nach 2007 wurde er auf 301 Hektar erweitert. Bekannt ist der Park für seinen gemäßigten Regenwald und die Vielzahl an uralten Douglasien.

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Cathedral Grove
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Cathedral Grove – riesige Baumstämme

Aufgeteilt ist auch dieser Park in zwei Hälften, nördlich und südlich des Highway. Beide Hälften sind im Rundweg auf Broadwalks angelegt, man läuft also immer über Holzstege und Treppen. Zusammen umfassen beide Rundkurse 1 Meile, also 1,6 Km.

Das viele Grün in diesem Wald ist unbeschreiblich schön. Wie auch in den Wäldern an der Küste sieht man auch hier sehr häufig Farne und Mose. Was aber herausragt sind die riesigen Bäume. Ihre Durchmesser sind teilweise wirklich enorm. 

Nachdem ich beide Runden gedreht hatte und auf meinen Augen auch bereits ein leichter Grünstich lag (*Joke*), kehrte zum Auto zurück und fuhr weiter auf meinem Weg nach Tofino.

Hole In The Wall

Ein kleines Stück entfernt vom Parkplatz der Cathedral Grove, kurz vor der Stadt Port Alberni, findet man auf der linken Seite des Highway einen kleinen Weg. Ich parkte dort meinen Wagen, da ich auch hier zu einem kleinen Wasserfall laufen wollte. Die Fotos zu diesem Wasserfall, die ich im Internet fand waren sehr schön, daher dachte ich “da kannst du auch schnell hin laufen”. 10 Minuten Fußmarsch und schon war ich bereits am Ziel.  Entgegen meinen Erwartungen musste ich feststellen dass nicht wirklich viel Wasser durch das Loch floss. Im Frühjahr oder im Winter soll das deutlich anders aussehen. Es war leider so wie zuvor im Stocking Creek Park. 

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Hole In The Wall I

 

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Hole In The Wall II

Das “Hole In The Wall” ist natürlich nicht “natürlich” . Es ist ein Teil eines alten Wasser-Reservoir-Systems das schon seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt wird. Heute strömt Wasser durch das Loch in der Wand in den kleinen Creek. Leider stand die Sonne äußerst ungünstig und ich konnte nicht wirklich tolle Fotos machen. Aber nun ja… Ein Paar Minuten gönnte ich mir hier unten auf einem Baumstamm, genoss die Ruhe – denn ich war mal wieder komplett allein.

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Hole In The Wall III

Auf nach Tofino

Als ich wieder vom Hole In The Wall zurück am Auto war, schaute ich nur rasch im Walmart in Port Alberni vorbei um ein Paar Kleinigkeiten zu kaufen, u.a. einen Camping-Stuhl. Den hatte ich bisher nicht gekauft, aber es war abends am Auto dann doch gemütlicher in solch einem Stuhl zu sitzen als auf den harten, teils schmutzigen Camping-bänken auf den Campsites. 

Mit einem kleinen Snack (Chicken Bites frisch und heiß) und kühlen Getränken ging es dann schnell weiter. Mein Nächster und letzte Stop war dann nämlich nur noch der Campground in der Nähe von Tofino. Tsja … und so ging es auf die etwas mehr als 100 Km bis auf den Campground.

Die Fahrt war super schön. Jedoch betrübte es mich ein wenig dass man nur wenige Halte-Möglichkeiten entlang der Pacific Rim Hwy hatte. Dort wo ich gerne mal ein Panorama gemacht hätte, gab es keine Möglichkeit zu halten. Dort wo man halten konnte, fand ich es nicht nicht so spannend. So nutzte ich die Zeit und fuhr einfach durch bis “Tofino”. Nicht ganz….denn Tofino liegt noch ein Paar Kilometer weit entfernt von meinem Campground, aber im Grunde sagt man “ich fahre nach Tofino, denn unter dem Namen ist die Region hier einfach bekannt. Um 17 Uhr war ich in Port Alberni losgefahren, um ca. 19:15 Uhr war ich am Green Point Campground angekommen. 

Meine Campsite hatte ich strategisch gut gewählt, wie immer in der Nähe von den Duschen, Toiletten und den Dish-Washern. Aber ich wollte unbedingt an den Strand und so lief ich hinunter…nicht all zu weit von meiner Campsite aus ging es durch den Wald zum Long Beach.

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Tofino – Auf dem Weg zum Long Beach
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Tofino – Long Beach – der erste Blick auf den Sandstrand

Es war ein total schöner Tag. Bestes Wetter, recht warme Temperaturen. Bis jetzt. Ich kam am Long Beach an und es pfiff ein kalter, garstiger, starker Wind. Hui…. das war jetzt nicht all zu schön. Ich hatte einen Hoodie und eine kurze Hose an. Entsprechend pfiff mir der Wind ziemlich unter den “Kilt” . Viel schlimmer war aber der viele Sand der über den rund 8 Km langen Long Beach getrieben wurde. Da war ich wegen meiner Kamera direkt ein wenig besorgt.

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Tofino – Long Beach – stahlblauer Himmel und ne steife Brise

Ich lief einige Kilometer am Strand auf und ab. Mal im Sand und ab und an auch im Wasser. Wobei mir das doch auf Dauer eine ganze Ecke zu kalt war. Selbst hinter einigen Felsen konnte man es nicht so recht aushalten da es doch recht frisch war und immer wieder Sand aufgewirbelt wurde. Bis 20:45 Uhr hielt ich es am Strand aus, im Grunde nicht all zu weit vom Sonnenuntergang entfernt. Aber da keine Wolken am Himmel waren um tolle Sonnenuntergangs-Fotos machen zu können, wollte ich nicht mehr warten und lief zurück zu meiner Campsite. 

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Tofino – Long Beach – das letzte Foto des Tages

Der Wind pfiff nun auch durch den Wald und mir wurde immer kälter. Ich zog rasch wärmere Klamotten an um mich dann noch ein wenig am Lagerfeuer zu wärmen und mein Essen vorzubereiten. Für heute Nacht hatte ich vor oben im “Penthouse” zu schlafen. Ich öffnete also die Dachbox und baute das Dachzelt auf. Was mir nicht wirklich gefiel war die Leiter, die man brauchte um oben ins Zelt zu gelangen. Sicher wirkte das nicht und ich machte mir bereits Gedanken wie ich die Leiter in der Nacht heil runter steigen kann wenn ich mal “raus muss”. 

Gegen 22:15 Uhr … plus minus ein Bissl… verzog ich mich ins Penthouse. Mit dem großen Zudeck und einer zusätzlichen Decke versuchte ich die Nacht zu überstehen. Der Wind jedenfalls sorgte für eine angenehme Belüftung, zu warm konnte es mir oben nicht werden *brrrr* Aber ich hatte einen guten Schlaf, obwohl mich der Wind immer wieder wachrüttelte als er sich im Zeltdach fing. 


Daten zu diesem Tag

gefahrene MeilenFairy Lake Campground
>Cowichan Lake
>Kinsol Trestle
>Chemainus
>Stocking Creek Park
>Cathedral Grove
>Hole In The Wall Parking
>Green Point Campground

GESAMT:


55 Km
46,2 Km
36 Km
5,5 Km
94,1 Km
13,2 Km
108 Km

358 Km
gelaufene MeilenKinsol Trestle
Chemainus Murals
Stocking Creek Park
Cathedral Grove
Hole In The Wall
Walmart
Long Beach

GESAMT:
~1 Km
~2 Km
1,5 Km
1,6 Km
1,3 Km
0,5 Km
2 Km

9,9 Km

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